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Zirbenast mit Zirbenzapfen

Kraft der Zirbe

Zirbe od. Arve; lat.: pinus cembra

Die Zirbe oder Arve („Königin der Alpen“) wächst im Hochgebirge. Ihre positiven Eigenschaften auf das Wohlbefinden des Menschen sind schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Aufgrund des hohen Gehaltes an Holzinhaltsstoffen weist das Zirbenholz einen angenehmen Geruch auf, der sich über lange Zeit hält. Das Zirbenholz enthält Pinosylvin, für diese Substanz ist eine toxische Wirkung gegenüber Schadorganismen (Pilze, Bakterien) nachgewiesen (lt. nachstehenden Studien des Instituts JOANNEUM RESEARCH).

Auch Duftspezialisten und Parfumeure beschäftigen sich mit dem ZirbenDuft. Andy Tauer aus Zürich beschreibt den Duft als „mild, rund, warm vibrierend, wie trockene Nadeln in der Herbstsonne. Für mich ist der Duft der Weihrauch der Alpen.“ Duftforscher Roman Kaiser aus der Schweiz ist von der Lang- lebigkeit des Zirbendufts überrascht. „Das Holz einer vor rund 300 Jahren gefällten Zirbe riecht mindestens so stark wie das Holz eines frisch gefällten Baumes. Der Duft scheint in speziellen Zellen geschützt zu sein. Allerdings verändert sich der Duft mit der Zeit. Bei altem Zirbenholz wird er viel wärmer, voller und zeigt eine blumige Note. Und er erinnert sogar etwas an Weihrauch und Vanille.“

Die Zirbenholz – Nutzung ist nachhaltig

Dank der Österreichischen Waldinventur, einer seit vielen Jahrzehnten periodisch durchgeführten Bestandsaufnahme in Österreichs Wäldern, wissen wir sehr gut Bescheid über deren Zustand und Veränderungen. Die Ergebnisse über den letzten Beobachtungszeitraum 2000/2002 liegen seit kurzem auch für Tirol vor und sind topaktuell. Mehr Zirbenwald
 Die Zirbe kommt infolge ihrer Genügsamkeit bezüglich Boden und Klima im oberen Stockwerk unseres Landes vor und bildet in den Zentralalpen oftmals die Waldgrenze. Jene Wälder, in denen sie mit mehr als 10% Anteil vorkommt, machen in Tirol derzeit etwa 29.000 ha aus und sie nehmen zu!

Diese Zunahme der Verbreitung erfolgt zum überwiegenden Teil ohne Zutun des Menschen: Der Tannenhäher, auch „Zirbengratsche“ genannt, sorgt mit seinen überaus zahlreichen als winterliche Nahrungsvorräte angelegten Samendepots für die Verbreitung der Zirbe. Dieser Vogel hortet nämlich viel mehr Zirbennüsse zum Fressen als er tatsächlich braucht. Darüber hinaus werden jährlich in Tirols Wald etwa 130.000 Jungzirben gepflanzt, die in heimischen Forstgärten herangezogen werden.

Mehr Zirbenholz im Wald

Der im Tiroler Ertragswald stockende Zirbenholzvorrat hat die Menge von etwa 2,6 Mio. Kubikmeter. Von Beobachtungsperiode zu Beobachtungsperiode zeigt der Zirbenvorrat steigende Tendenz, in der letzten Inventurperiode sogar um beachtliche 10%! Einer der Gründe liegt ganz einfach darin, dass der jährliche Holzzuwachs von etwa 41.000 Festmeter bei weitem nicht genutzt wird. Lediglich etwa 7.000 Festmeter (17%) wurden im Durchschnitt der letzten Jahre jährlich geerntet. Zirbenernte macht Sinn
 Eine nachhaltige Beerntung des Holzes, bedeutet also überhaupt keine Gefährdung der wertvollen Baumart Zirbe. Ganz im Gegenteil, durch mehr und richtige Nutzung dieser Baumart können alte Waldbestände verjüngt werden. Das ist aus schutzfunktionalen Überlegungen wertvoll und wünschenswert. Die Gemengelage von alten und jungen Waldflächen mit dicken und dünnen Bäumen ist nun einmal stabiler gegen die unterschiedlichsten Einflüsse aus der Natur.

Landesforstdirektor Dr. Hubert Kammerlander Quelle über Nachhaltigkeit: proHolz Tirol / Holzcluster, Innsbruck

Studien über die Zirbe

Die positiven Eigenschaften des Holzes der „Königin der Alpen“ (Zirbe oder Arve; lat.: pinus Cembra) werden seit Jahrhunderten geschätzt und genutzt. Erstmalig wurde dieses Erfahrungswissen einer empirischen wissenschaftlichen Analyse unterzogen. Wissenschaftler des Human Research Instituts in Weiz untersuchten die Auswirkung von Zirbenholz auf die Belastung und Erholungsfähigkeit auf den Menschen und die bioinhibitorische Wirkung auf die Kleidermotte. Die gesamten Ergebnisse der Studien sind anbei abrufbar (auf Bilder rechts klicken)

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